Lernen durch Begreifen: Pädagogisch-didaktische Leitlinien
Die Unterrichtsgestaltung ist geprägt durch das DEULA-Motto „Lernen durch Begreifen", das sich durch Handlungsorientierung und Ganzheitlichkeit auszeichnet.
Handlungsorientierung bezeichnet ein Unterrichtskonzept, das den Lernenden einen handelnden Umgang mit den Lerngegenständen und den Lerninhalten ermöglicht. Es geht also von der Prämisse aus, dass Lernen nur durch aktive Beteiligung der Lernenden überhaupt möglich und dass Selbsttätigkeit die unverzichtbare Voraussetzung für Selbstständigkeit ist. Seminarteilnehmer erproben, planen, erörtern, verwerfen, setzen sich kritisch mit den Handlungsprodukten auseinander und erwerben so Handlungskompetenz.
"Sagst Du es mir, so vergesse ich es. Zeigst Du es mir, so merke ich es mir bis morgen. Lässt Du mich teilhaben, so behalte ich es für immer."
Ein wesentliches Merkmal handlungsorientierten Unterrichts ist Ganzheitlichkeit. Das bedeutet, dass der ganze Mensch im Sinne Pestalozzis mit "Kopf, Herz und Hand" - also „ganz“ - angesprochen wird. Die Lernprozesse sind demnach so gestaltet, dass Theorie und Praxis im Sinne eines „learning by doing“ optimal miteinander verknüpft sowie Kopf- und Handarbeit in ein ausgewogenes Verhältnis zueinander gebracht werden.
Prämisse des handlungsorientierten Unterrichts ist ein bestimmtes Menschenbild, nach dem der Mensch selbstbestimmt und von Natur aus neugierig bzw. wissbegierig ist. Lernprozesse laufen in dieser Modellvorstellung prinzipiell ganzheitlich, d. h. mit allen Sinnen ab.
Handlungsorientierter Unterricht ist ein Unterrichtskonzept, keine Unterrichtsmethode. Dieses Unterrichtskonzept beinhaltet in der Regel diverse Methoden, die je nach Situation sinnvoll und zielgerichtet eingesetzt werden müssen. Dazu zählen z. B. Gruppen- und Partnerarbeit, Projektunterricht, Rollenspiel, Planspiel, Experimentieren, Erkunden usw.
Handlungsorientierter Unterricht verlangt nach abwechslungsreicher methodischer Gestaltung. Unterrichtsmethoden sollen die Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit der Lernenden fördern und einen handelnden Zugang zu den Inhalten erlauben.
Dabei stehen Unterrichtsziele, -inhalte und –methoden in Wechselwirkung zueinander. Nach Möglichkeit werden individuelle Erfahrungen und subjektive Schülerinteressen zum Ausgangspunkt der Unterrichtsarbeit gemacht.
Handlungsorientierter Unterricht ist schüleraktiv, d.h. der Lehrer versucht, den Schülern möglichst wenig vorzukauen und sie möglichst viel selbst erkunden, erproben, entdecken, erörtern, planen und verwerfen zu lassen.












